Glücksrad die Geschichte / Wer hat es erfunden

Glücksrad die Geschichte / Wer hat es erfunden

Am 04. Februar 2009, hat Herr Renè L. Schilling, TU Dresden, über das Thema „Das Rad der Fortuna“, eine akademische Antrittsvorlesung gehalten, aus der Teile zum obigen Thema ausgeführt, beziehungsweise zitiert werden.

Zitat: „Auf mittelalterlichen Holzschnitten wird immer wieder die Göttin Fortuna gezeigt, die mit verbundenen Augen das Glücksrad dreht.
Die Götting Fortuna wird stets mit einem Rad oder einer Kugel abgebildet, einem Symbol für das Unsichere, Unstete, Unberechenbare, also für den Zufall schlechthin. Kein Zufall ist-wenigstens für den mittelalterlichen Menschen-dass die, die sich auf Fortunas Spiel einlassen, immer mehr zu Eseln werden; mit dem Sturz vom Glücksrad ist die Verwandlung ganz vollzogen.
Darstellungen von Glücks- und Lebensrädern sind im Mittelalter allgegenwärtig. Auch in Kirchen, wie beispielsweise im Münster zu Basel über der Galluspforte, zeigt die Einfassung das Schicksal des Menschen und gleichzeitig thront über dem Rad-Fortuna.
Wir kommen immer wieder zum Ausgangspunkt zurück: dem Rad der Fortuna, die nicht nur für die Menschen im Mittelalter das Glück, sondern auch das Schicksal war.“
Zitat Ende.

Glücksrad mieten

Im Mittelalter findet sich häufig in darstellender Kunst und Dichtung das Symbol des Glücksrades, hergeleitet von der Glücksgöttin Fortuna aus der Antike.
Dabei bewegt die Hand von Fortuna das Speichenrad und symbolisiert gleichzeitig Armut und Hilfsbedürftigkeit, schwingt sich weiter zur Macht und Reichtum, um im gleichen Moment wieder zur Schwäche und Armut hinabzugleiten.
Es gibt viele Arten von Glücksrädern, wie beispielsweise die „Lebensräder“, die die Unbeständigkeiten der Jahreszeiten und die Wandelbarkeit, beginnend von der Jugend zum Alter demonstrieren.
Das Bild des Glücksrads hat sich im Laufe der Geschichte Zitat:“Das Rad wird sich wenden“ und „Das Schicksal wird sich ändern“, in vielen Redewendungen fest im deutschen Sprachgebrauch etabliert.
Im Herrad von Landsberg befindet sich im „Hortus deliciarum“ eine der ältesten Darstellungen des Glücksrades und die Kathedrale von Amiens schmückt ein „Lebensrad„.

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